Darlehensarten: Die verschiedenen Arten von Darlehen im Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Darlehen dienen der Finanzierung größerer Anschaffungen, Immobilien oder Studien. Sie unterscheiden sich in Zweck, Laufzeit, Zinsen, Tilgungsform und Sicherheiten.
Wichtige Darlehensarten sind Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen, Festdarlehen, Forward-Darlehen, Bausparverträge sowie Autokredite, Privatkredite und Studien- oder KfW-Darlehen.
Feste Zinsen bieten Planungssicherheit, variable Zinsen mehr Flexibilität, können aber zu steigenden Raten führen.
Die Tilgung kann konstant oder annuitätisch erfolgen. Die Art beeinflusst die Höhe der Monatsraten und Gesamtkosten.
Kredite sind meist kurzfristig und für kleinere Beträge, während Darlehen langfristig für größere Investitionen gedacht sind.
Vor Aufnahme sollten Sie Effektivzins, Gesamtkosten, Laufzeit und mögliche Sondertilgungen prüfen, um die Rückzahlung realistisch zu planen.
Die Darlehensarten in der Übersicht
Ein Darlehen aufzunehmen ist eine große Entscheidung. Ob für ein neues Auto, den Hausbau oder größere Anschaffungen – es gibt unterschiedliche Darlehensarten, die sich in Laufzeit, Zinsen, Zweck und Sicherheiten unterscheiden. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Arten von Darlehen es gibt, worauf Sie achten sollten und wie Sie das passende Darlehen für sich auswählen können.
Was sind die Unterscheidungskriterien von Darlehensarten?
Darlehen unterscheiden sich auf mehreren Ebenen, die für die Wahl der passenden Finanzierungsform entscheidend sind. Wer diese Kriterien kennt, kann besser einschätzen, welche Darlehensart für das eigene Vorhaben am besten geeignet ist.
Verwendungszweck: Manche Darlehen, wie Raten- oder Kleinkredite, sind frei verwendbar, während andere, etwa Immobilien- oder Autokredite, zweckgebunden sind.
Sicherheiten: Während ein Immobiliendarlehen meist durch eine Grundschuld abgesichert ist, kann ein Privatkredit ohne Sicherheiten vergeben werden, was sich in höheren Zinsen niederschlägt.
Zinsbindung: Einige Darlehen haben einen festen Zinssatz über die gesamte Laufzeit, andere einen variablen, der sich nach der Marktentwicklung richtet.
Laufzeit: Kurze Laufzeiten führen zu höheren monatlichen Raten, aber geringeren Gesamtkosten, während lange Laufzeiten die monatliche Belastung reduzieren, aber insgesamt mehr Zinsen verursachen.
Tilgungsform:. So gibt es Annuitätendarlehen, bei denen die monatliche Rate konstant bleibt, Tilgungsdarlehen, bei denen die Tilgung gleich bleibt und die Zinsen sinken, sowie Fest- und Forward-Darlehen mit spezifischen Rückzahlungsstrukturen.
Kreditgeber: Darlehen können von klassischen Banken, Kreditanstalten, Förderbanken wie der KfW, Privatpersonen oder über P2P-Plattformen vergeben werden.
Welche Darlehensarten gibt es?
Es gibt eine Vielzahl verschiedene Kreditarten, die sich je nach Verwendungszweck, Rückzahlungsmodalitäten und Vertragsgestaltung unterscheiden. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Beispiele für Darlehensarten:
Annuitätendarlehen
Beim Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Rate über die gesamte Darlehenslaufzeit gleich. Der Zinsanteil sinkt dabei kontinuierlich, während der Tilgungsanteil steigt. Dieser Klassiker ist besonders planbar und wird häufig für Immobilien, also den Kauf, Bau oder die Modernisierung von Häusern und Wohnungen, genutzt.
Tilgungsdarlehen
Beim Tilgungsdarlehen (oder auch Abzahlungsdarlehen) zahlen Sie einen konstanten Tilgungsbetrag, während die Zinsen mit sinkender Restschuld fallen. Dadurch verringert sich die Gesamtbelastung der Rückführung im Laufe der Zeit. Diese Darlehensart wird oft bei Immobilienprojekten eingesetzt, da sie planbare Rückzahlungen ermöglicht.
Festdarlehen/Fälligkeitsdarlehen
Ein Festdarlehen oder Fälligkeitsdarlehen bietet Zinsen, die über die gesamte Laufzeit festgeschrieben sind. Die Tilgung erfolgt meist am Ende der Laufzeit in einer Summe. Das gibt Ihnen hohe Planungssicherheit bei den Zinskosten. Diese Darlehensform wird häufig genutzt für Immobilienfinanzierungen, bei denen der Eigentümer eine fest kalkulierbare Zinslast wünscht.
Forward Darlehen
Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich bereits heute einen Zinssatz für ein zukünftiges Darlehen. Besonders praktisch ist die Zinssicherheit bei der Finanzierung von Immobilien, wenn Sie für ein bestehendes Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung eine Umschuldung oder Anschlussfinanzierung benötigen. Diese Darlehensform ist die Lösung gegen steigende Zinsen.
Bausparvertrag
Ein Bausparvertrag verbindet einen Spar- mit einem Darlehensanteil. In der ersten Phase sparen Sie regelmäßig einen bestimmten Betrag an, um ein erforderliches Mindestguthaben zu erreichen. Sobald dieses erreicht ist und der Bausparvertrag „zuteilungsreif“ ist, erhalten Sie ein zinsgünstiges Darlehen, das Sie für die Finanzierung einer Immobilie einsetzen können. Der große Vorteil eines Bausparvertrags liegt in der langfristigen Planbarkeit, denn die Zinssätze für das spätere Darlehen stehen schon bei Vertragsabschluss fest.
Euribor-Darlehen/Variables Darlehen
Bei variabel verzinslichen Darlehen orientiert sich der Zinssatz am aktuellen Marktzinssatz wie dem Euribor und passt sich regelmäßig an. Das bedeutet, dass Sie von sinkenden Zinsen profitieren können und anfangs oft eine günstigere Rate erhalten. Gleichzeitig bietet diese Darlehensform viel Flexibilität, etwa bei der Möglichkeit, das Darlehen früher zurückzuzahlen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass steigende Marktzinsen auch Ihre monatliche Rate erhöhen können.
Autokredit
Mit dem Autokredit von Creditplus erfüllen Sie sich mit wenigen Klicks den Traum vom eigenen Fahrzeug. Sie können Ihre Laufzeit zwischen 12 und 120 Monaten sowie einen Wunschbetrag bis zu 100.000 Euro wählen. Nach Bewilligung Ihres Kreditantrags ist das Geld in der Regel nach drei bis vier Tagen auf Ihrem Konto.
Privatkredit
Kredit von Privat werden direkt von Privatpersonen oder über Plattformen vergeben. Die Zinsen und Konditionen sind individuell und hängen von Bonität, Laufzeit und Anbieter ab. Der klare Vorteil liegt in der schnellen Auszahlung und den flexiblen Konditionen.
Kleinkredit
Ein Kleinkredit ist ein kleiner Ratenkredit, der sich für kurzfristige oder kleinere Anschaffungen, wie Reparaturen, Haushaltsgeräte oder kleinere Renovierungen, eignet. Die Laufzeiten sind in der Regel kurz und die monatlichen Raten überschaubar. Bei Creditplus profitieren Sie von fairen Zinsen und einer unkomplizierten Online-Beantragung.
Studienfinanzierung/KfW-Darlehen
Für Studierende gibt es spezielle Darlehen wie BAföG, Studienkredite oder KfW-Darlehen. Diese bieten vergünstigte Zinsen und flexible Rückzahlungsmöglichkeiten nach Studienabschluss. Geförderte Darlehen wie von der KfW können außerdem für Baufinanzierungen (z. B. für Studentenwohnungen) sowie Weiterbildung oder Existenzgründung genutzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Darlehen und Kredit?
Sowohl Kredit als auch Darlehen bezeichnen im Grunde geliehenes Geld, das Sie von einer Bank, einem Kreditinstitut oder einer Privatperson erhalten und zu einem bestimmten Termin wieder zurückzahlen. Rechtlich gibt es kaum Unterschiede zwischen einem Kredit und einem Darlehen: Im Bürgerlichen Gesetzbuch wird nur der Darlehensvertrag (§§ 488–490 BGB) erwähnt, während der Kredit im Alltag als Oberbegriff für Finanzierungen genutzt wird. In der Praxis werden die Begriffe jedoch nach Laufzeit und Höhe der Summe unterschieden.
Ein Kredit ist meist kurzfristig oder mittelfristig, zwischen ein und fünf Jahren, und wird für kleinere Beträge genutzt, etwa für Autos, Möbel oder Elektronik. In der Regel läuft hingegen ein Darlehen über einen längeren Zeitraum, oft mehrere Jahre bis Jahrzehnte, und dient größeren Investitionen wie Immobilien. Darlehen sind damit höher dotiert und für langfristige Projekte gedacht, während Kredite eher kurzfristige, kleinere Finanzierungen abdecken.
Worauf sollte ich bei der Auswahl meines Darlehen achten?
Bevor Sie ein Darlehen aufnehmen, lohnt es sich, die wichtigsten Punkte genau zu prüfen. Eine sorgfältige Vorbereitung hilft, Kosten zu minimieren, Risiken zu vermeiden und die Rückzahlung realistisch zu planen. Hier sind die zentralen Aspekte, auf die Sie achten sollten:
Effektivzins vergleichen: Der Effektivzins zeigt die tatsächlichen Kosten eines Darlehens pro Jahr, inklusive aller Gebühren. Nur der Sollzins ist nicht ausreichend.
Gesamtkosten prüfen: Berücksichtigen Sie Zinsen, Bearbeitungsgebühren oder zusätzliche Kosten , um die tatsächliche Belastung zu erkennen.
Laufzeit realistisch wählen: Eine zu kurze Laufzeit führt zu hohen Monatsraten, eine zu lange Laufzeit erhöht die Gesamtkosten.
Sondertilgungen prüfen: Flexible Rückzahlungen oder zusätzliche Zahlungen ermöglichen schnellere Tilgung und Zinsersparnis. Bei Creditplus sind kostenlose Sondertilgungen möglich, sofern Sie im Anschluss noch mindestens vier monatliche offene Raten haben.
Monatliche Rate: Stellen Sie sicher, dass die Ratenhöhe zu Ihrem Einkommen und Ihren regelmäßigen Ausgaben passt. Überlegen Sie auch, ob unerwartete Kosten die Rückzahlung gefährden könnten.
How-to: Schritt für Schritt zum passenden Darlehen
Die Wahl des richtigen Darlehens kann komplex wirken, ist aber mit einer klaren Vorgehensweise gut zu meistern. Wer strukturiert vorgeht, behält den Überblick, kann Kosten sparen und stellt sicher, dass die Rückzahlung langfristig machbar bleibt.
Im Folgenden finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie das passende Darlehen für Ihre individuelle Situation finden:
1. Bedarf klären: Überlegen Sie zunächst genau, wofür Sie das Darlehen benötigen und wie hoch der Finanzierungsbedarf ist. Ob Hauskauf oder Autofinanzierung: Je klarer der Zweck definiert ist, desto leichter fällt die Wahl der passenden Darlehensart.
2. Budget prüfen: Berechnen Sie eine realistische Monatsrate, die Sie langfristig sicher bedienen können. Berücksichtigen Sie dabei alle regelmäßigen Ausgaben, um finanziellen Spielraum für unerwartete Kosten zu behalten.
3. Darlehensart auswählen: Wählen Sie die Form des Darlehens, die am besten zu Ihrem Vorhaben passt. Dazu zählen Ratenkredite, Kleinkredite, Autokredite oder Immobilienfinanzierungen mit Varianten wie Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen, Festdarlehen oder Forward-Darlehen. Je nach Zweck und Sicherheit unterscheiden sich Zinssätze und Rückzahlungsmodalitäten.
4. Konditionen vergleichen: Prüfen Sie Angebote mehrerer Banken oder Plattformen. Achten Sie besonders auf den Effektivzins, die Laufzeit, die Möglichkeit von Sondertilgungen und eventuelle Bearbeitungsgebühren. Mit unserem Online-Kreditrechner können Sie Ihre monatlichen Raten und Gesamtkosten schnell kalkulieren und verschiedene Szenarien simulieren.
5. Unterlagen vorbereiten: Stellen Sie alle notwendigen Kreditunterlagen zusammen, wie Einkommensnachweise, Kontoauszüge und einen Identitätsnachweis. Vollständige Unterlagen beschleunigen die Bearbeitung und erhöhen die Chancen auf eine zügige Auszahlung.
6. Antrag stellen: Reichen Sie Ihren Antrag für Ihren günstigen Kredit online oder in der Filiale ein. Achten Sie darauf, dass alle Angaben korrekt und vollständig sind, um Verzögerungen zu vermeiden.
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Im Gegensatz zu speziellen Darlehensarten wie einer Baufinanzierung müssen Sie uns keinen Verwendungszweck nennen – Sie entscheiden völlig frei, wofür Sie Ihren Kredit einsetzen. Wenn Sie noch Fragen zu unseren verschiedenen Kreditangeboten haben, melden Sie sich gerne bei uns.
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Die häufigsten Fragen rund um das Thema Darlehensformen
Kredite lassen sich in Ratenkredit, Dispokredit und Immobilienkredit einteilen. Ratenkredite werden in festen Monatsraten zurückgezahlt und eignen sich für größere Anschaffungen oder Renovierungen. Dispokredite erlauben die flexible Überziehung des Girokontos, sind sofort verfügbar, aber meist teurer und nur für kurzfristige Engpässe sinnvoll. Immobilienkredite dienen dem Kauf oder dem Bau von Wohnraum. Typisch ist das Annuitätendarlehen: Die monatliche Rate bleibt konstant, während sich der Anteil von Zinsen und Tilgung im Laufe der Zeit verschiebt.
Für die Immobilienfinanzierung stehen vor allem drei Darlehensarten zur Verfügung: Das klassische Annuitätendarlehen mit konstanten Monatsraten und variierendem Zins- und Tilgungsanteil, ideal für eine stabile Planung. Das Tilgungsdarlehen hat feste Tilgungsraten, wodurch die Monatsbelastung anfangs höher ist, aber die Zinskosten schneller sinken. Beim endfälligen Darlehen zahlen Sie während der Laufzeit nur Zinsen, die Tilgung erfolgt am Ende in einer Summe.
Ein Annuitätendarlehen bietet konstante Monatsraten, was eine gute Planbarkeit für Ihr Budget ermöglicht. Anfangs zahlen Sie mehr Zinsen und weniger Tilgung, später verschiebt sich das Verhältnis. Ein Tilgungsdarlehen hat konstante Tilgungsraten, wodurch die Zinslast von Beginn an sinkt, die Monatsraten aber höher starten. Für planbare, gleichbleibende Zahlungen ist das Annuitätendarlehen meist vorteilhafter. Wenn Sie jedoch schneller Schulden abbauen und Zinsen sparen möchten, kann ein Tilgungsdarlehen sinnvoll sein. Ihre Wahl sollte von Ihrer finanziellen Situation, Ihrem Budget und Ihrer langfristigen Planung abhängen.
Möchten Sie ein attraktives Darlehen für Ihre Baufinanzierung erhalten, sollten Sie einen Teil des Kaufs aus eigenen Mitteln finanzieren können. Idealerweise bringen Käufer mindestens 10 bis 20 % des Kaufpreises zuzüglich der anfallenden Nebenkosten als Eigenkapital ein: je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto besser. Die Nebenkosten, die je nach Bundesland bis zu rund 15 % des Kaufpreises betragen können, sollten im besten Fall vollständig aus eigenen Ersparnissen bezahlt werden.
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