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Ehrenamtprojekte Abstimmung
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Wir erleben in letzter Zeit immer mer Zulauf bei den aller jüngsten Schützinnen und Schützen. Wir würden deswegen unser Angebot gerne erweitern um der Jugend gerecht werden zu können und so unseren Verein gut für die Zukunft ausrichten zukönnen.
Die „Küche für Alle“ bringt Menschen zusammen, die sich im Alltag selten begegnen. Am Stühlinger Kirchplatz – einem Ort mit vielfältigen sozialen Herausforderungen – treffen wohnungslose Menschen, Nachbar*innen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Senior*innen, Studierende und Menschen mit Einsamkeitserfahrungen aufeinander. Jeden Mittwoch kochen Ehrenamtliche aus geretteten Lebensmitteln rund 100 kostenlose warme Mahlzeiten für alle. Gleichzeitig bieten wir Getränke über ein solidarisches Preismodell an. Das gemeinsame Kochen und Essen schafft Begegnungen auf Augenhöhe, baut Vorurteile ab und stärkt den sozialen Zusammenhalt im Quartier. Aus Fremden werden Gesprächspartner*innen, Helfende und Mitgestaltende. Unsere mobile Küche, die mit einem E-Lastenrad transportiert werden kann, bringt das Angebot direkt in den öffentlichen Raum. Dadurch entstehen Begegnungen dort, wo Nachbarschaft gelebt wird. Die Küche ist nicht nur ein Ort der Versorgung, sondern ein offener Treffpunkt, an dem Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam Entscheidungen treffen. So werden Selbstorganisation, Mitbestimmung und gelebte Demokratie unmittelbar erfahrbar. Seit dem Projektstart am 1. April 2026 wächst das rein ehrenamtliche Team kontinuierlich. Immer mehr Menschen bringen sich regelmäßig ein – viele von ihnen hatten zuvor keinen Bezug zu unserem Verein. Die „Küche für Alle“ zeigt, wie niedrigschwellige Begegnungsangebote soziale Teilhabe ermöglichen und Nachbarschaft nachhaltig stärken.
New Life ist ein gemeinnütziges Gesundheitsprojekt, das Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringt und ihre psychische, soziale und körperliche Gesundheit stärkt. Durch regelmäßige Bewegungsangebote, Sportaktivitäten, Begegnungen, gegenseitige Unterstützung sowie psychosoziale Begleitung schaffen wir einen geschützten Raum gegen Einsamkeit, Stress und soziale Isolation. Unser Ziel ist es, das Wohlbefinden der Teilnehmenden nachhaltig zu verbessern, ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und eine starke, unterstützende Gemeinschaft aufzubauen. Die beantragte Förderung wird für Sport- und Bewegungsmaterialien, Veranstaltungen, Workshops sowie die Organisation gesundheitsfördernder Aktivitäten eingesetzt. Mit dem Projekt möchten wir möglichst viele Menschen erreichen und einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, Prävention und sozialen Teilhabe in unserer Region leisten.
Unser Begegnungshof Kunznickel ermöglicht Menschen, die aufgrund einer schweren Erkrankung, einer Behinderung oder ihrer persönlichen Lebenssituation nur eingeschränkt an Freizeitangeboten teilnehmen können, kostenfreie Begegnungen mit Alpakas, Lamas, Ponys und Hühnern. Zu unseren Gästen gehören unter anderem Kinder und Familien aus Kinderhospizen, Menschen aus Autismus- und Inklusionsgruppen. In einer geschützten und naturnahen Umgebung können sie zur Ruhe kommen, Tiere beobachten, vorsichtig Kontakt aufnehmen und für einige Stunden den oft belastenden Alltag hinter sich lassen. Dabei steht nicht eine bestimmte Leistung im Mittelpunkt, sondern die Begegnung: Jeder Mensch darf in seinem eigenen Tempo teilnehmen. Die Besuche werden durch unseren gemeinnützigen Verein finanziert und von fachkundigen Ehrenamtlichen begleitet. Familien und Einrichtungen entstehen dafür keine Kosten. Mit der Förderung möchten wir weitere kostenfreie Begegnungstage ermöglichen und damit Menschen zusammenbringen, Teilhabe fördern und wertvolle gemeinsame Erinnerungen schaffen.
Für viele Menschen ist Weihnachten die Zeit der Gemeinschaft. Für viele unserer „alten Freunde“ ist sie jedoch die einsamste Zeit des Jahres. Wo früher gemeinsam gelacht, Erinnerungen geschaffen und Weihnachtsmärkte besucht wurden, bleibt heute oft nur die Sehnsucht nach Nähe und einem Menschen, der diesen Moment teilt. Als Freunde alter Menschen e. V. bringen wir freiwillig engagierte Menschen und hochbetagte, oft isoliert lebende Seniorinnen und Senioren in Besuchspartnerschaften zusammen. So entstehen echte Freundschaften auf Augenhöhe, neue Lebensfreude und das Gefühl, wieder gesehen und als Teil unserer Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Mit unserem Projekt „Gemeinsam leuchtet Weihnachten heller“ möchten wir 25 dieser Besuchspartnerschaften einen gemeinsamen Nachmittag auf dem Weihnachtsmarkt ermöglichen. Nicht der Weihnachtsmarkt selbst steht dabei im Mittelpunkt, sondern die Begegnungen, die dort entstehen: Gespräche, gemeinsames Lachen und neue Erinnerungen. Die Förderung von 1.500 Euro hilft uns, diesen besonderen Tag Wirklichkeit werden zu lassen und Momente zu schenken, die weit über die Adventszeit hinaus in Erinnerung bleiben. Denn das schönste Licht der Weihnachtszeit leuchtet nicht an den Buden – sondern in den Gesichtern der Menschen, die spüren: Ich bin nicht allein.
Mit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Jahr 2022 kamen innerhalb kürzester Zeit viele Menschen nach Kempten, um Schutz zu suchen. Um ihnen schnell und unbürokratisch zu helfen, gründete die Diakonie Allgäu den InfoPoint Ukraine. Seit inzwischen vier Jahren findet er jeden Freitag statt, zuverlässig, offen für alle und vollständig ehrenamtlich getragen. Anfangs ging es um Orientierung im neuen Alltag: Behörden, Wohnen, Arbeit, Schule oder Gesundheit. Doch der InfoPoint wurde schnell zu mehr als einer Beratungsstelle. Hier fanden Menschen nicht nur Antworten, sondern auch Vertrauen, Freundschaften und den Mut, selbst Verantwortung zu übernehmen. Aus dieser gelebten Solidarität entstand der Ukrainische Verein Kempten (Allgäu) e. V. mit seinen vielfältigen Projekten: Samstagsschule, KinderArtClub, Ensemble Kalyna sowie Sprach und Begegnungsangeboten. Der InfoPoint ist das Herzstück unserer Vereinsgeschichte geblieben. Er zeigt, wie aus spontaner Hilfe eine starke Gemeinschaft wachsen kann. Unsere Angebote fördern Begegnung, Sprache und gegenseitiges Verständnis. Sie helfen Menschen, ihren Platz in Kempten zu finden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen. So wächst aus Hilfe Gemeinschaft und aus Gemeinschaft Zusammenhalt für unsere Stadt.