Was deutsche Autofahrer wollen: lieber Familienkutsche als Sportwagen

• Für eine Klimaanlage würde die Hälfte die Finanzierung erhöhen
• Zwei Drittel lehnen individuelle Deko im Auto ab


Mein  Haus, mein Boot, mein Auto – mit diesen Statussymbolen schmücken sich die Deutschen vermeintlich gern. Doch das entpuppt sich in einer aktuellen CreditPlus-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern als Trugschluss, zumindest was das Auto anbelangt. Selbst wenn Geld beim Autokauf keine Rolle spielt, würde sich demnach jeder fünfte Bundesbürger weiterhin einen normalen Mittelklassewagen wie den VW Golf kaufen. Und das am liebsten als Basisversion mit Klimaanlage.  Auch sonst mögen es die Deutschen lieber schlicht: Wackeldackel, Lenkradbezug, Aufkleber und Co. haben wenig Fans.

Es muss nicht immer der teure Sportwagen sein: Könnten deutsche Autofahrer nach Herzenslust Geld für ein Auto ihrer Wahl ausgeben, würden sich mit 21 Prozent die meisten für ein schlichtes Mittelklassefahrzeug wie den VW Golf entscheiden. Nur 17 Prozent würden die Gunst der Stunde nutzen, um sich ein Luxusmodell wie den Jaguar zuzulegen. Noch weniger sind es bei den vermeintlichen Traumautos – lediglich 13 Prozent der Befragten entscheiden sich für einen Ferrari oder Porsche.

„Weniger ist bei deutschen Autofahrern offenbar mehr: Funktionalität und Zweckmäßigkeit des Fahrzeugs stehen beim Autokauf deutlich im Vordergrund“, sagt CreditPlus-Vorstandsvorsitzender Jan W. Wagner.

Extras: Klimaanlage mit Abstand auf Platz 1
Praktisch veranlagt sind deutsche Autofahrer auch, was die Innenausstattung ihres Fahrzeuges angeht. Einen zusätzlichen oder höheren Kredit würden 48 Prozent der Umfrageteilnehmer für eine Klimaanlage aufnehmen. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Knapp ein Drittel wäre immerhin bereit, für eine Sitzheizung oder ein integriertes Navigationssystem mehr Darlehen in Anspruch zu nehmen. Das entspricht einem Zuwachs von zehn Prozentpunkten. Für elektronische Sicherheitsassistenten ist die Ausgabebereitschaft dagegen gesunken:  Nur noch ein Viertel würde zum Beispiel für eine Einparkhilfe oder einen Spurhalte-Assistenten sein Darlehen erhöhen – im Gegensatz zu 30 Prozent in 2011. Auch digitale Zusatzpakete stoßen auf wenig Interesse: Gerade einmal fünf Prozent der Befragten würden für Infotainment mehr Geld in die Hand nehmen.

Autodeko: Wenn, dann Duftbaum!
Auf Accessoires zur individuellen Autogestaltung verzichten die meisten: 59 Prozent der deutschen Autofahrer können mit solchen Spielereien nichts anfangen. Nur der Duftbaum steht in der Gunst der Autofahrer relativ weit oben: Rund ein Fünftel erfrischt damit die Luft in seinem Auto. Auf Platz zwei und drei folgen: witziger Spruch am Heck (12 Prozent) und Deko-Anhänger am Rückspiegel (10 Prozent). Immerhin neun Prozent nutzen aber auch die hintere Ablage zur Dekoration und platzieren dort zum Beispiel einen Fußballschal.

Die CreditPlus Bank untersucht für ihre Handelspartner aus dem Automobilbereich regelmäßig Trends zum Thema Autokauf und Autofahren.

Weitere Infos zu den Studienergebnissen finden Sie hier.

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