Studie: Deutsche wollen stolz auf ihre Arbeit sein

• Deutsche suchen in ihrer Arbeit in erster Linie Herausforderung und Sinn
• Arbeitgeber überzeugen vor allem mit einem guten Betriebsklima und flexiblen Arbeitszeiten


Sie soll herausfordern, bestätigen, beseelen und ernähren: Kaum ein Bereich des Lebens muss so viele urmenschliche Bedürfnisse erfüllen wie der Beruf. Jeder vierte Deutsche will sich im Arbeitsalltag vor allem beweisen und stolz auf das Erreichte sein. Um seine beruflichen und sozialen Kompetenzen zu erweitern, würde jeder zweite Arbeitnehmer sogar einen Kredit für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aufnehmen. Bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers sind vor allem ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten wichtig. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag der CreditPlus Bank.

 „Ich arbeite, also bin ich“: Dieses Mantra der modernen Leistungsgesellschaft haben die Deutschen offenbar gründlich verinnerlicht. Jeder Zweite (55 Prozent) sucht in seiner Tätigkeit nach mehr als nur dem Verdienst. Gefragt, was sie im Rahmen ihrer Arbeit oder Ausbildung am stärksten motiviert, suchen die meisten Befragten (24 Prozent) vor allem die Herausforderung oder wollen Ergebnisse produzieren, auf die sie stolz sein können. Für 17 Prozent spielt der Wunsch nach einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag die entscheidende Rolle. An dritter Stelle der Nennungen steht das Bedürfnis, mit der Arbeit einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten (14 Prozent).
Für 27 Prozent geht es nicht um Spaß oder Selbstverwirklichung, sondern rein ums Geld.
14 Prozent der Arbeitnehmer sehen ihre Beschäftigung lediglich als Erwerbsquelle. 13 Prozent der Befragten wollen mit dem Lohn ihren Lebensstandard steigern. Andere Menschen tragen relativ selten zur Arbeitsmotivation bei: 13 Prozent genießen es, den Tag mit Kollegen zu verbringen und lediglich sechs Prozent der Arbeitnehmer motiviert Lob des Vorgesetzten.

„Weiche Faktoren“ bestimmen Arbeitsmotivation
Statt lobender Worte des Chefs motivieren die Rahmenbedingungen zum Arbeitseinsatz. Auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber achten künftige Mitarbeiter vor allem auf „weiche“ Faktoren: Für mehr als die Hälfte aller Befragten (55 Prozent) ist vor allem das „gute Betriebsklima“ entscheidendes Einstiegskriterium. Für 45 Prozent sind flexible Arbeitszeiten wichtig. Rund 34 Prozent lassen sich dagegen von einer überdurchschnittlich guten Bezahlung in eine neue Anstellung locken. Ebenfalls wichtige Entscheidungskriterien sind neben anspruchsvollen Aufgaben und Aufstiegsmöglichkeiten die Unterstützung der Arbeitgeber bei Fort- und Weiterbildung.

Kredite für Fort- und Weiterbildung sind gefragt
Hier setzten viele Mitarbeiter auch auf Eigeninitiative. Um sich fachlich und persönlich fortzubilden oder weiter zu entwickeln, würden 53 Prozent der Befragten einen Kredit aufnehmen. So hegen mittlerweile zwölf Prozent der Deutschen den Wunsch, einen Sprachkurs zu besuchen - im Jahr 2015 waren es nur zehn Prozent. Ebenso viele Befragte würden sich gern ihren Arbeitsaufenthalt im Ausland von ihrer Bank finanzieren lassen. Auch für ein individuelles Coaching, Sabbatical oder die Doktorarbeit käme ein Kredit in Frage.

„Motivierte, gut ausgebildete Arbeitskräfte sind seit jeher das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und wichtigster Wettbewerbsfaktor – ein Bereich, in den es sich lohnt zu investieren“, sagt Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank.

Weitere Infos zu den Studienergebnissen finden Sie hier.
Eine Infografik steht hier zum Download bereit.

Hintergrund:
An der bevölkerungsrepräsentativen Online-Studie „Beruf und Karriere 2016“ der CreditPlus Bank AG haben sich 1.020 Deutsche ab 18 Jahren beteiligt. Die Befragung wurde im April 2016 durch das Marktforschungsunternehmen Toluna durchgeführt.

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