Kategorie: Aktuelle Kreditthemen

Studienkredit bei Studenten weniger gefragt

Die Studenten in Deutschland überlegen sich genau, ob sie einen Studienkredit aufnehmen und wie hoch dieser sein soll. Mehrere Studenten sitzen konzentriert in einem Vorlesungssaal

 

Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Erhebung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).

Deutlich weniger Studienkredite als vor drei Jahren

Für seinen Studienkredit-Test 2017 hat das CHE eine Abfrage durchgeführt und ermittelt, dass 2016 rund 44.000 Studienkredite aufgenommen wurden. Im Jahr 2014 waren es noch 60.000 – das entspricht einem Rückgang um ein Viertel. Ulrich Müller, Leiter politische Analysen beim CHE, hat eine Vermutung, woran dies liegen könnte: „Größerer zeitlicher Spielraum, sich das Studium wieder per Nebenjob zu finanzieren, könnten Gründe für den Rückgang der Studienkredite sein – im Sinne von ‚Kellnern statt Kredit‘.“ Das durchschnittlich beanspruchte Kreditvolumen zeigt laut Müller, dass die Studierenden umsichtig kalkulieren, wenn sie sich für einen Kredit entscheiden.

Kredit für Studenten: Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Neben den klassischen Studienkrediten richten sich auch andere Angebote wie Crowdfunding- oder Peer-to-Peer-Kredite explizit an Studenten. Dabei erfolgt die Kreditvergabe nicht über eine Bank, sondern durch ein Onlineportal, das Darlehen von Privatpersonen vermittelt. Solche Angebote wurden im CHE-Test nicht berücksichtigt und Müller warnt auch vor ihnen: „Unter dem Label ‚Studienkredit‘ wird hier zu teils horrenden Zinssätzen von über zehn Prozent ein Kredit gewährt, der mit den Bedürfnissen eines Studierenden nichts zu tun hat“, erklärt er. Müller gibt auch Tipps, worauf Studierende bei einem Kredit achten sollten: Die Niedrigzinsphase sorgt für günstige Konditionen bei Krediten. Dies gilt auch für die Angebote regulärer Kreditinstitute, nicht nur für spezielle Förderbanken. Studierende sollten bei Abschluss des Vertrags darauf achten, dass das Zinsniveau für die gesamte Laufzeit des Kredits stabil bleibt. Bei einem seriösen Anbieter seien die Rückzahlungsmodalitäten laut Müller von Anfang an klar.

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