Kategorie: Zahlen, Daten, Fakten

So verstecken die Deutschen ihr Geld

Die Deutschen lieben Bargeld! Und verstecken es gerne in den eigenen vier Wänden. Im Schnitt sind es 1.115 Euro, die die Deutschen zu Hause horten.
Mann versteckt Geld in einer Schublade einer Kommode - CreditPlus Kredit Magazin

 

Diese Erkenntnis geht aus einer Untersuchung des Versicherungsportals Knip hervor.

Bargeld unter der Matratze ist kein Seniorenphänomen

Während in vielen anderen Ländern das bargeldlose Bezahlen per Karte oder App auf dem Vormarsch ist, zahlen die Bundesbürger nach wie vor am liebsten bar. Und auch die jüngste Diskussion um die Abschaffung des 500-Euro-Scheins zeigt, wie sehr die Deutschen am Bargeld hängen: Ein Großteil hat die Banknote noch nie in den Händen gehalten. Trotzdem möchten viele den großen lila Schein nicht missen. Da verwundert es kaum, dass ein nicht unerheblicher Teil der Bundesbürger – immerhin 42 Prozent – Bargeld zu Hause versteckt, anstatt es zur Bank zu bringen. Doch es sind bei weitem nicht nur fürsorgliche Großeltern, die immer noch einen Zehner aus der Keksdose oder Sockenschublade hervorzaubern können, um ihn dem Enkel zuzustecken. Noch häufiger als Senioren, von denen 46 Prozent auf häusliche Geldverstecke vertrauen, bunkern nämlich junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren ihr Bargeld zu Hause. Mit 47 Prozent versteckt in dieser Altersgruppe beinahe jeder Zweite teilweise sogar erhebliche Mengen an Bargeld zu Hause. Ganz risikoarm ist das nicht, denn selbst wenn eine Hausratversicherung besteht, ersetzt diese in der Regel meist nur Barreserven in Höhe von bis zu 1.500 Euro, sollte das Geld bei einem Einbruch oder bei einem Brand abhandenkommen. Auch wenn derzeit keine allzu üppigen Zinsen mit Spareinlagen zu holen sind: Sicherer aufbewahrt ist das Geld bei der Bank.

Deutsche Geldverstecke – nicht sehr kreativ

Die Gefahr, dass in den eigenen vier Wänden aufbewahrtes Bargeld in fremde Hände gerät, ist nicht zu unterschätzen. Zum einen hatten Wohnungseinbrüche in jüngster Vergangenheit Hochkonjunktur: Die Polizei verzeichnete 2015 einen Anstieg von zehn Prozent. Hinzu kommt, dass es Einbrechern oft nicht sonderlich schwer gemacht wird, das Bargeld zu finden. Denn besonders kreativ sind die Geldverstecke der Deutschen nicht. So ist das Geld unter Omas Matratze nämlich keineswegs nur sprichwörtlich zu verstehen. Der Studie zufolge versteckt jeder Zehnte seine Barreserven nämlich wirklich im Bett oder in der Matratze. Damit landet der Klassiker allerdings nur auf Platz drei der beliebtesten Geldverstecke. Absoluter Favorit zum Horten von Bargeld ist der Kühlschrank, nahezu jeder Vierte (24 Prozent) gab an, seinen Notgroschen zwischen Milch und Salami gut gekühlt aufzubewahren. Den zweiten Platz belegt mit 11 Prozent der Kleiderschrank, auf Platz vier – also hinter der Matratze – landet ein Klassiker, den viele vermutlich noch von Oma kennen: Die Vorratsdose in der Küche. Hinlänglich aus diversen Krimis bekannt ist auch Platz fünf der Geldverstecke: 7 Prozent verstecken Bargeld im Spülkasten der Toilette.

Frauen verraten Geldverstecke seltener

Sicherer ist schon der eigene Tresor, in dem 6 Prozent der Befragten größere Summen Bargeld aufbewahren. Auch die weiteren genannten Verstecke dürften wohl kaum einen Einbrecher  erschrecken: Spardose (5 Prozent), Schuhschrank (4 Prozent) und Schmuckdose (2 Prozent) sind ebenfalls beliebte Orte, um Bargeld zu lagern. Die weitverbreitete Annahme, dass Frauen kein Geheimnis für sich behalten können, während Männer Dinge durchaus mal etwas verschweigen, gilt bei verstecktem Geld übrigens nicht: 62 Prozent der Männer weihen die Partnerin oder eine andere Vertrauensperson ein, wo ihr Notgroschen versteckt ist. Mehr als die Hälfte der Frauen behält hingegen lieber für sich, wo sie ihr Bargeld versteckt.

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