Kategorie: Zahlen, Daten, Fakten

Reichtum für Frauen weniger wichtig

Wie wichtig ist Geld für uns? Laut einer aktuellen Studie streben weniger Frauen als Männer in Deutschland nach Reichtum. Geldsack mit Euronoten und -münzen

 

Die weiblichen Befragten halten ihre Chancen auf ein großes Vermögen zudem für geringer als die männlichen.

Für sieben von zehn Deutschen ist ein großes Vermögen ein wichtiges Ziel 

Geld verdirbt den Charakter? Das sehen viele Deutsche anders: Reichtum ist laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der RWB Group für 70 Prozent der Bundesbürger erstrebenswert. Unter den Frauen sind es allerdings nur 64 Prozent, während 75 Prozent der Männer sich ein großes Vermögen wünschen. Für die Studie wurden über 1.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt. Neben den persönlichen finanziellen Zielen ging es außerdem darum, ab welchem Besitz jemand als reich gilt und wie hierzulande ein großes Vermögen angehäuft werden kann.

Wann beginnt Reichtum? Frauen sind bescheidener

Auch bei der Definition von Reichtum gehen die Meinungen der Geschlechter auseinander: So ist zum Beispiel ein Viertel der Frauen der Ansicht, dass dieser bereits ab einem Vermögen von 250.000 Euro beginnt. Dagegen würden 52 Prozent der Männer eine Person erst ab einem Besitz von einer Million Euro als reich bezeichnen – für mehr als die Hälfte der Männer muss man also erst Millionär werden, bevor man als reich gilt. Für knapp 15 Prozent der Männer fällt offenbar sogar die erste Million noch unter „Peanuts“: Sie bezeichnen erst Menschen mit einem Besitz im Wert von mindestens drei Millionen Euro als reich. Frauen sehen Personen generell schon ab einem vergleichsweise geringeren Vermögen als reich an: Für fünf Prozent der weiblichen Befragten kann Reichtum schon mit weniger als 100.000 Euro auf der hohen Kante beginnen, ein Viertel der befragten Frauen bewertet Menschen mit einem Vermögen ab 250.000 Euro als reich. 

Millionär werden: Männer halten ihre Chancen für höher

Wenn es um die eigenen Möglichkeiten geht, Millionär zu werden, sind die Männer zuversichtlicher: Mehr als jeder Fünfte schätzt seine eigenen Chancen, ein Vermögen von einer Million aufzubauen, als hoch oder sogar sehr hoch ein. Bei den Frauen glauben nur gute 15 Prozent, dass sie so viel Geld ansammeln können. Die allgemeinen Chancen, in Deutschland ein hohes Vermögen aufzubauen, halten die weiblichen Befragten ebenfalls für geringer als die männlichen: Gut 13 Prozent der Frauen, aber beinahe ein Fünftel der Männer gehen von eher hohen allgemeinen Chancen auf Reichtum aus. Ein Viertel der Frauen hingehen hält es für sehr unwahrscheinlich, hierzulande ausreichend Besitz anzuhäufen, um als vermögend zu gelten. Unter den Männern ist nur jeder Fünfte so pessimistisch. 

Hochqualifizierte Berufe haben die besten Chancen auf ein Vermögen

Relativ einig sind sich beide Geschlechter in der Frage, auf welche Weise Menschen Millionär werden oder zumindest einen gewissen Reichtum erlangen können: 24,5 Prozent der Frauen und 24,7 Prozent der Männer glauben, dass das vor allem Personen mit hochqualifizierten Berufen gelingen kann. 20,8 Prozent der Frauen und 22,2 Prozent der Männer denken, dass die Gründung eines eigenen Unternehmens für gute Aussichten in Sachen Geld sorgt. Die weiblichen Befragten sind außerdem zu 18,5 Prozent der Ansicht, dass Immobilienerwerb eine gute Grundlage für den Aufbau von Vermögen ist, allerdings teilen nur 15,3 Prozent der Männer diese Meinung. Für wenig aussichtsreich halten die Umfrageteilnehmer es dagegen, regelmäßig in Wertpapiere zu investieren: Nur rund ein Zehntel der Befragten glaubt, dass sich hierdurch ein Vermögen aufbauen lässt.

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