Kategorie: Aktuelle Kreditthemen

Preisunterschiede trotz Niedrigzinsphase

Die Zinsen sind dauerhaft im Keller. Doch wer sich angesichts des Zinstiefs darauf verlässt, automatisch einen günstigen Kredit zu erhalten, irrt. Unterschiedlich hohe Türme mit Euro-Münzen

 

Die Preisunterschiede bei Krediten waren im vergangenen Jahr durchaus beachtlich, wie eine aktuelle Datenauswertung zeigt.

Zinsen im Schnitt bei 5,75 Prozent

102,2 Milliarden Euro – dieser Betrag wurde laut Bundesbank im Jahr 2017 in Deutschland in Form von Ratenkrediten aufgenommen. Der Zinssatz dafür lag im Schnitt bei 5,75 Prozent. Dieser Durchschnittswert legt die Vermutung nahe, dass längst nicht alle Kreditkunden spürbar von der Niedrigzinsphase profitierten. Kreditnehmer, die ihr Darlehen online abschlossen, zahlten durchschnittlich 4,07 Prozent Zinsen. Das zeigt eine Auswertung des Kreditportals Smava. 

Knapp 300 Euro Preisunterschied beim Durchschnittskredit

Wie deutlich die Auswirkung dieser Differenz von 1,67 Prozentpunkten gegenüber dem Bundesbankdurchschnitt ist, wird deutlich, wenn man beide Zinssätze auf den deutschen Durchschnittskredit anwendet. Nach Daten der Schufa betrug die durchschnittliche Kredithöhe 2017 8.854,60 Euro bei einer Laufzeit von 45,6 Monaten. Bei einem Zinssatz von 5,75 Prozent fallen Zinskosten von insgesamt 996,91 Euro über die gesamte Laufzeit an. Für online aufgenommene Kredite mit 4,07 Prozent Zinsen wären es hingegen nur 705,81 Euro – also ein Preisunterschied von 291,10 Euro beziehungsweise 29 Prozent. 

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