Kategorie: Ratgeberthemen

Negativzinsen: Was steckt dahinter?

In Zeiten niedriger Zinsen werden manchmal auch Kredite mit Negativzinsen angeboten. Doch was steckt hinter solchen Angeboten und welche Risiken gibt es dabei für Kunden? Schild mit Ausrufezeichen vor blauem Himmel mit Wolken

 

Konkret bedeuten Negativzinsen, dass die Zinsen nicht auf den Darlehensbetrag aufgeschlagen, sondern davon abgezogen werden, weil sie im negativen Bereich liegen. Verbraucher zahlen weniger zurück, als sie erhalten haben, und bekommen so Geld geschenkt. 

Die Folgen der Niedrigzinsen

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgt schon seit längerer Zeit für einen Tiefstand bei Kreditzinsen. Verbraucher können sich also freuen und zu günstigen Preisen Geld leihen. Der Nachteil: Auch für Spareinlagen sinken die Zinsen und es sind nur noch geringe Renditen möglich. Die Berichterstattung rund um Niedrigzinsen führt dazu, dass verschiedene Anbieter mit Krediten werben, bei denen es Negativzinsen gibt. Geld sparen mit einem Kredit – geht das wirklich?

Minuszinsen als Werbegag

Grundsätzlich besteht bei derartigen, augenscheinlich besonders attraktiven Angeboten immer die Gefahr, dass es einen Haken gibt und der Anbieter nicht seriös ist. Es ist auch zu prüfen, ob es sich überhaupt um einen Kredit mit Negativzinsen handelt. Wenn ein Händler zum Beispiel Minuszinsen bei der Finanzierung anbietet, kann es sich um eine Null-Prozent-Finanzierung in Kombination mit einem Rabatt handeln. Die Formulierung wird dann vor allem gewählt, um potenziellen Kunden aufzufallen. Ein Blick in die genauen Bedingungen ist also wichtig. Auch wenn es sich wirklich um einen Ratenkredit mit Negativzinsen handelt, ist Vorsicht geboten: Meist sind das Lockangebote, bei denen es vor allem um Aufmerksamkeit geht. Möglicherweise verbergen sich dahinter auch unseriöse Anbieter, die im Kleingedruckten Zusatzkosten verstecken.

Risiken beim Kredit mit Negativzinsen

Selbst wenn keine versteckten Kosten lauern, sollten Verbraucher vorsichtig sein. Ein günstiger Kredit kann dazu verleiten, die eigenen Finanzen falsch einzuschätzen. Denn zurückgezahlt werden muss das Darlehen natürlich trotzdem. Es besteht also die Gefahr, dass die Haushaltskasse durch die Raten überstrapaziert wird. Muss der Kreditnehmer dann regelmäßig seinen Dispo in Anspruch nehmen, um die Kreditraten zu bezahlen, kann es sogar richtig teuer werden: Dort fallen besonders hohe Zinsen an. Zeitlich befristete Angebote können dazu führen, dass unüberlegt ein Kredit aufgenommen wird. Verbraucher sollten sich deshalb besser eingehend informieren und sich ohne Druck für den passenden Kredit bei einer Bank entscheiden. 

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