Kategorie: Ratgeberthemen

Kann ein Kredit übertragen werden?

Wer sich als Kreditnehmer von der Verpflichtung zur Rückzahlung eines Kredits lösen möchte, kann dies durch einen Schuldnerwechsel zu tun. Dieser ist jedoch mit einigen Voraussetzungen verbunden.
Eine Person übergibt einer anderen Person einige Geldscheine

 

Die Kreditübertragung auf eine andere Person setzt bestimmte Bedingungen voraus.

Kredit umschreiben auf einen Dritten ist möglich

Ein Kredit ist ein Vertrag zwischen dem Kreditgeber (Gläubiger) und dem Kreditnehmer (Schuldner). Wie bei vielen anderen Verträgen ist es möglich, dass eine der Vertragsparteien durch eine andere ausgetauscht wird. Will der Schuldner die Finanzierung des eigenen Kredits auf eine andere Person übertragen, liegt ein Kreditwechsel in Form eines Schuldnerwechsels vor. Den Kredit umzuschreiben, ist aber ein Vorgang, der mit dem Gläubiger abgestimmt werden und bestimmten Regeln entsprechen muss. 

Gläubiger muss neuen Kreditnehmer prüfen können

Wenn Sie einen Kredit übertragen wollen, ist als erstes der geplante Wechsel beim Gläubiger – in der Regel eine Bank – anzukündigen. Immerhin geht es darum, dass der neue Schuldner alle Verpflichtungen seines Vorgängers übernimmt. Der Gläubiger hat ein Recht darauf, zu erfahren, ob die Erfüllung seiner Ansprüche weiterhin gesichert ist. Die Bank wird insbesondere prüfen, ob der Dritte mindestens genauso zahlungsfähig wie der ursprüngliche Schuldner und voll geschäftsfähig ist. Fällt die Prüfung der Bonität für die Kreditwürdigkeit positiv aus und sprechen auch andere Faktoren nicht gegen den neuen Schuldner, kann der Gläubiger sein Einverständnis zum Wechsel erklären. Andernfalls bleibt es beim bisherigen Vertrag.

Schriftlicher neuer Vertrag ist wichtig

Wichtig ist, dass alle neuen Vereinbarungen präzise aufgenommen und schriftlich festgehalten werden. Um das ganz eindeutig zu machen, sollten keine Ergänzungen oder Korrekturen in bestehenden Vertragsdokumenten erfolgen. Die beste Lösung ist das Aufsetzen eines neuen Vertrags. Unter Geschäftsleuten oder bei Beteiligung eines gewerblichen Kreditgebers wie einer Bank ist die Schriftform ohnehin üblich. Aber auch unter Privatpersonen sollten niemals nur mündliche Abmachungen getroffen werden. Im Nachhinein ist es in solchen Fällen schwer nachzuvollziehen, was im Detail abgemacht wurde und dies zu belegen. Das führt schnell zu Missverständnissen oder sogar zur Inanspruchnahme der falschen Person. 

Bis zur Klärung aller Fragen und der Unterschrift aller beteiligten Parteien auf dem neuen Vertrag bleibt übrigens der ursprüngliche Kreditnehmer in der Pflicht. Er hat alle offenen Raten zu zahlen und die sonstigen Bedingungen seines Vertrags zu erfüllen.

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