Kategorie: Zahlen, Daten, Fakten

Gemeinsame Finanzen verbinden

Ob sparsame Menschen als attraktiv wahrgenommen werden, was es für Paare bedeutet, ein gemeinsames Konto zu haben, und wann Finanzen ein Trennungsgrund sein können, zeigt eine aktuelle Studie. Paar mit Sparschwein

 

Geld in der Beziehung: Für die meisten Paare spielt das Thema Geld in der Beziehung eine wichtige Rolle.

Gemeinsam sparen

Für 40 Prozent der Befragten, die in einer Partnerschaft leben, sind Finanzen und Sparen gemeinsame Themen. Sie kümmern sich zusammen um Geldangelegenheiten und haben oft auch ein vereintes Konto. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Direktbank RaboDirect Deutschland durchgeführt hat. Dafür wurden über 1.200 Personen befragt. Nur 24 Prozent von ihnen erklärten dagegen, dass jeder sich komplett eigenständig mit seinen Finanzen befasst. Bei den restlichen Paaren ist jeweils nur ein Partner zuständig für das Thema Geld in der Beziehung. Gemeinsam zu sparen, kann sich aber auch positiv auf das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Beziehung auswirken: 62 Prozent der vergebenen Befragten sind der Ansicht, dass Paare, die über ein gemeinsames finanzielles Polster verfügen, sich verbundener fühlen.

Gemeinsame Finanzen sind bei älteren Paaren häufiger

Jüngere Paare setzen häufig noch auf getrennte Konten: Die unter 30-Jährigen beschäftigen sich in einer Beziehung seltener gemeinsam mit ihrem Geld als der Durchschnitt: 32 Prozent in dieser Altersgruppe und damit acht Prozent weniger als der Schnitt der Befragten machen in puncto Geld gemeinsame Sache – 46 Prozent kümmern sich lieber getrennt um das Thema. Der Grund könnte sein, dass jüngere Paare häufig noch nicht so lange in einer Beziehung sind und oft auch nicht zusammen wohnen. Dagegen sind gemeinsame Finanzen mit zunehmendem Alter häufiger in der Beziehung vertreten: 46 Prozent der über 60-Jährigen regeln ihre Geldangelegenheiten gemeinsam mit dem Partner.

Verschwendung kann ein Trennungsgrund sein

Wie eng die Themen Geld und Liebe miteinander verbunden sind, zeigt ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Für 42 Prozent der Deutschen wäre es durchaus ein Trennungsgrund, wenn der Partner seine Finanzen nicht im Griff hätte. Geld ist in der Beziehung auch immer wieder Streitthema: Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) ärgert sich, wenn der Partner Geld für in ihren Augen unnötige Dinge ausgibt. Bei den Männern ist der Anteil mit 50 Prozent etwas höher als unter den Frauen (45 Prozent).

Geld und Liebe: Sparsamkeit macht attraktiv

Wenn Geld in der Beziehung ein so wichtiges Thema ist, dann liegt der Gedanke nahe, dass der Umgang damit auch bei der Partnerwahl eine Rolle spielt. Und tatsächlich: 41 Prozent der Deutschen fühlen sich laut der Umfrage von Menschen angezogen, die regelmäßig sparen. Ein guter Teil der Bundesbürger würde also die Aussage „Sparen macht sexy“ unterschreiben.

Jüngeren ist das Sparen besonders wichtig

Überraschenderweise sind es vor allem die jüngeren Befragten, die sich einen Partner wünschen, der seine Finanzen im Griff hat: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen erklärten sogar 55 Prozent, dass ein sparsamer Mensch auf sie anziehend wirkt. Das Klischee, dass Jüngere nur im Moment leben, scheint damit widerlegt zu sein. Gerade Teenager legen gern Geld zurück: Nur acht Prozent der 14- bis 19-Jährigen halten Sparen für spießig.

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