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Fassade streichen: Makeover fürs Eigenheim

Wer ein Haus besitzt, sollte alle zehn bis 15 Jahre die Fassade streichen lassen. Doch was kostet das und lohnt es sich, den Anstrich in Eigenregie vorzunehmen? Leiter mit Eimer und Farbrolle vor einer Hausfassade

 

Die Fassade eines Hauses ist gleichermaßen dekorativ und funktional: Sie ist eine Visitenkarte des Hausbesitzers und schützt ganz maßgeblich die Bausubstanz. Grund genug, die Außenhaut des Gebäudes gut zu pflegen und auch regelmäßig neu streichen zu lassen.

Welche Arbeitsschritte sind nötig, um eine Fassade zu streichen?

Das Streichen einer Hausfassade ist deutlich aufwendiger, als es zunächst scheint:

  • Um das Haus muss in der Regel ein Gerüst aufgebaut werden, eventuell müssen dazu öffentliche Wege gesperrt werden – das ist mit Kosten und Behördengängen verbunden.
  • Boden, Fenster, Türen und Co. müssen mit Schutzfolie versehen werden, damit die Fassadenfarbe wirklich nur dort landet, wo sie hingehört.
  • Die Hauswand sollte genau auf Schäden untersucht werden, die gegebenenfalls erst behoben werden müssen, bevor Sie die Fassade streichen können.
  • In stark smogbelasteten Gebieten kann im Vorfeld eine gründliche Reinigung der Fassade nötig sein.

Erst nach diesen Vorbereitungen kommen Malerrolle und Pinsel zum Einsatz und zwar in drei Schritten:

  • Grundierung,
  • wässriger Voranstrich,
  • farbintensiver Schlussanstrich.

Fassade streichen lassen: Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Die Kosten für einen Fassadenanstrich hängen von mehreren Faktoren ab und unterscheiden sich regional mitunter deutlich. Die wichtigsten Fragen dabei lauten:

  • Wird ein Gerüst gebraucht?
  • Wie hoch ist der Reparaturaufwand?
  • Wie viel Fläche muss gestrichen werden?
  • Wollen Sie nur eine Farbe oder ein Design, zum Beispiel farblich abgesetzte Fensterumrandungen?
  • Welche Fassadenfarbe ist nötig, um der Witterung gerecht zu werden?

Um das Ganze ein wenig greifbarer zu machen, soll ein zweistöckiges Einfamilienhaus mit einer Fassadenfläche von etwa 180 Quadratmetern als Beispiel dienen:

  • Gerüst inklusive Transport und Aufbau: 900 Euro
  • Abkleben von Fenstern etc.: 150 Euro
  • Ausbessern kleiner Schäden: 200 Euro
  • Grundierung: 350 Euro
  • Doppelter Anstrich: 2.500 Euro

Ergibt zusammen 4.100 Euro, um die Fassade in einem Farbton ohne besondere Designs streichen zu lassen. Für entsprechende Verzierungen ist nach oben noch viel Spielraum offen.

Fassade selber streichen: Was kostet das und lohnt sich das?

Wenn Sie dasselbe Haus in Eigenregie streichen wollen, kommen Sie für Gerüstmiete und Materialkosten auf rund 1.500 Euro – etwas teurer wird es, wenn Sie hochwertige Farbe benutzen oder noch Helfer zum Aufbau des Gerüstes bezahlen müssen.

Während der Malerprofi einen solchen Anstrich in ein, zwei Arbeitstagen erledigt hat, sollten sich Hobby-Heimwerker mindestens eine Woche Urlaub dafür nehmen. Wer handwerklich sehr erfahren ist, viel Zeit mitbringt und an solchen Tätigkeiten Spaß hat, kann seine Fassade also durchaus selber streichen.

Für alle anderen lohnt sich das Do-it-yourself-Projekt eher nicht, denn die Gefahr ist groß, dass man der Hauswand später ansieht, dass ein Laie die Arbeit ausgeführt hat. Auch Reparaturen sollten unbedingt fachgerecht ausgeführt werden. Hier am falschen Ende zu sparen, kann teuer werden. Wenn die Haushaltskasse gerade keine Fassadenrenovierung erlaubt, kann ein kleiner Kredit den Neuanstrich finanzieren.

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