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Auszeit: Pilgern auf dem Jakobsweg

Immer mehr Urlauber entscheiden sich für das Pilgern auf dem Jakobsweg. Einmal „Rauskommen“ aus den Zwängen des Alltags, durch die Natur wandern und über die Weite der Landschaft staunen. Rucksack, Landkarte und Person, die sich die Wanderschuhe gerade zuschnürt

 

Der Jakobsweg bietet viele Möglichkeiten einmal komplett abzuschalten.

Hier geht’s lang: die Reiseroute

DEN Jakobsweg gibt es genaugenommen gar nicht. Der Jakobsweg besteht aus unterschiedlichen Routen in mehreren Ländern Europas. Die bekannteste Route davon ist der 800 Kilometer lange Camino Francés. Rund zwei Drittel aller Pilger folgen diesem Weg, der in Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich beginnt und in Santiago de Compostela in Spanien endet, der Stadt, die als Endpunkt des Jakobswegs gilt. Ob Sie die gesamte Strecke entlangwandern oder einen späteren Startpunkt wählen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Insgesamt beinhaltet der Weg 32 Etappen – Sie haben also die Qual der Wahl. Starten Sie etwa ab Etappe 28 in Sarria, beträgt die Strecke bis zum Ziel in Santiago de Compostela „nur“ etwa 120 Kilometer. Von Burgos aus, der 13. Etappe, müssen Sie noch einen Weg von 506 Kilometern zurücklegen.

Für geübte Wanderer bietet der Jakobsweg auch einen Küstenweg, den Camino del Norte. Er hat einen höheren Schwierigkeitsgrad, wird dafür aber nur von sechs Prozent aller Pilger genutzt – Ruhe und Erholung sind hier garantiert.

Bedingungen für den Erhalt der Pilgerurkunde

Um die begehrte Pilgerurkunde (Compostela) zu erhalten, ist ein Weg von mindestens 100 Kilometern Pflicht – Sie sollten also genügend Zeit einplanen. Nicht nur die reine Wanderzeit, auch An- und Abreise, sowie „Verschnauftage“ sollten Sie auf dem Jakobsweg für die Berechnung der Dauer berücksichtigen. Es kann immer mal eine unfreiwillige Rast dazwischenkommen, etwa wenn Fußprobleme auftreten oder sie sich eine Erkältung einhandeln. Planen Sie nicht zu knapp, damit sie unvorhergesehene Pausen stressfrei ausgleichen können. Im Schnitt legt ein Pilger etwa 25 Kilometer pro Tag zurück.

Das Equipment

Einer der wichtigsten Punkte für Ihre Pilgerreise ist die Ausrüstung. Feste Wanderschuhe, wasserdichte Kleidung und ein Backpacking-Rucksack stellen erstmal nur die Grundausrüstung dar – und können bereits mächtig ins Geld gehen. Eine durchdachte Packliste bietet einen guten Anhaltspunkt für notwendige Investitionen:

  • Rucksack und Rucksackschutz für Regentage
  • Wanderschuhe, Wandersandalen, Ersatzschuhe
  • Funktions-Shirts, -Hosen, -Unterwäsche und -Socken
  • Fleecejacke
  • Regenhose und Regenjacke
  • Schlafsack
  • Mikrofaser-Handtuch
  • Kopfbedeckung
  • Kulturbeutel

Hinzu kommen Technik (Handy und Ladegerät, Powerbank, Kamera), Geld und Unterlagen, sowie kleine Helfer wie S-Haken, um Kleidung aufzuhängen, oder Ohrstöpsel für einen ruhigen Schlaf. Da kommt schnell einiges zusammen. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Ihr Equipment nicht zu schwer wird, denn jedes Gramm müssen Sie beim Wandern einkalkulieren.

Verfügen Sie bereits über eine Grundausrüstung zum Wandern und müssen diese nur aufstocken, sollten Sie etwa 200 Euro hierfür einplanen. Wer eine komplette Ausrüstung benötigt, muss da schon tiefer in die Tasche greifen. Je nach Qualitätsanspruch kann das Equipment ab 650 Euro aufwärts kosten. Ein Sofortkredit hilft bei der Finanzierung Ihrer Reise – damit Sie nicht am falschen Ende sparen müssen. Denn: Auf dem Jakobsweg fallen einige weitere Kosten an.

Übernachtung und Verpflegung

Um diese Kostenpunkte kommt kein Pilger herum. Ob es ein Hotel für circa 45 Euro pro Nacht sein soll oder eine günstige öffentliche Herberge (Albergue de Peregrinos) ab fünf Euro, hängt dabei ganz vom individuellen Geschmack ab. Doch Vorsicht in der Hochsaison im Sommer: Hier kann es vorkommen, dass die öffentlichen Herbergen bereits ausgebucht sind. Das Ausweichen auf ein teureres Hotel ist dann gegebenenfalls unumgänglich.

Häufige Picknicks und selbst zubereitetes Essen in der Herberge schonen den Geldbeutel. Auf dem Weg befinden sich außerdem Restaurants, die ein vergünstigtes Pilgermenü anbieten. Für etwa zehn Euro beinhaltet es drei Gänge, Wasser, Wein und Brot.

Die perfekte Zeit zum Wandern

Nicht jede Jahreszeit eignet sich gleich gut zum Pilgern. Wenn Sie hitzeempfindlich sind, sollten Sie die besonders heißen spanischen Sommermonate von Juli bis September meiden. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser mitzunehmen. Die Flüge für die An- und Abreise können außerdem außerhalb der Saison günstiger ausfallen – ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Hier zahlt sich oftmals eine frühzeitige Buchung aus. Wer früh bucht, kann mit Glück für knapp 100 Euro hin- und zurückfliegen. Kurzfristige Buchungen mit festem Start- und Landepunkt können sich hingegen mit bis zu 350 Euro bemerkbar machen. Gleiches gilt für die Anreise per Bus oder Zug.

Von April bis Mitte Juni brennt die Sonne noch nicht allzu unbarmherzig und die Fauna am Wegesrand erwacht zu neuem Leben – die perfekte Zeit für eine Pilgerreise. Von Mitte September bis Mitte November wird es nach der Hochsaison im Sommer allmählich wieder ruhiger auf den Wanderwegen und die Temperaturen sind trotzdem noch mild genug zum Wandern. Den Jakobsweg außerhalb der Saison zu erkunden, empfiehlt sich daher nicht nur aus Kostengründen.

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